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Stress und Leistungsdruck – Symptome & Tools zur Selbsthilfe

Stress will keiner wirklich, aber jeder empfindet ihn. Ob die Belastungen des Alltags uns krank machen, haben wir zu einem grossen Teil selbst in der Hand. Wir können etwas tun, indem wir unsere Einstellung gegenüber Stress ändern und unseren Lebensstil bewusst anpassen. Solche Veränderungen brauchen Wissen, Klarheit und leicht umsetzbare Konzepte, bei denen wir spüren, dass sie uns helfen und guttun. Wie du Stress-Symptome erkennst und deine Balance selbst wieder herstellen kannst, erfährst du in folgendem Blog.

Unser Alltag bietet viele Herausforderungen, die es zu meistern gilt: Ständiger Termin- und Zeitdruck, das Stehen im Stau, Spannungen und Konflikte am Arbeitsplatz, der tägliche Spagat zwischen Beruf und Familie, aber auch Freizeitstress kann dazu führen, dass wir ständig unter dem Einfluss von Stresshormonen stehen. Ausgelöst wird die Stresssituation durch innere und äussere Anforderungen, die sogenannten Stressoren, die wir bewerten. Vermutlich kennst du bereits mentale und emotionale, soziale und physikalische Stressoren. Da die Stressbewertung in Abhängigkeit von der persönlichen Erfahrung, der Konstitution und der Verfügbarkeit von Bewältigungsstrategien stark variiert, erleben wir ganz unterschiedliche Belastungen als Stressoren. Wir spüren den Stress nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern auch in unseren Gedanken und Gefühlen, was sich wiederum in unseren Handlungen und unserem Verhalten auswirkt und bemerkbar macht.

 

  • Körperliche Ebene: Die Energiemobilisierung spürst du zum Beispiel daran, dass dein Herzschlag schneller, die Muskelspannung erhöht und die Atmung flacher, schneller bzw. kürzer ist. Auch ist eine körperliche Unruhe möglich, Schlafschwierigkeiten, ein Enge-Gefühl in der Brust kann spürbar sein, usw.
  • Mentale und emotionale Ebene: zum Beispiel Gedanken des minderwertig sein, Konzentrationsschwierigkeiten, Leere im Kopf (Blackout), aber auch kreisende Gedanken, Angstgefühle, emotionale Erschöpfung, Gefühle des nicht Genügens, Unruhe, Unsicherheit, Enge, Nervosität, Dünnhäutigkeit und Gereiztheit, Ängstlichkeit, uvm.
  • Handlungs- oder Verhaltensebene: zum Beispiel nervöses, unruhiges, schnelles Sprechen, gereiztes, aggressives Schreiben, unkoordiniertes Arbeiten, Vergesslichkeit, Unfokussiertheit, Ungenauigkeit, Blackout, ungesundes Ess- und Trinkverhalten, keine oder zu kurze Pausen, Gereiztheit, uvm.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, für einen Ausgleich zu sorgen, wenn Stress spürbar wird. Zentral ist, dass du das erkennst und kennenlernst, was du für deinen Ausgleich brauchst.

Mögliche Tools zur Selbsthilfe

  1. Stressbeobachtung, -beschreibung und -strukturierung
  2. Tagebuch führen
  3. Positive Gedanken und Gefühle kultivieren
  4. Positive Selbstgespräche
  5. Prioritäten setzen und Nein sagen lernen
  6. Zeitplan mit Puffer
  7. Spaziergang in der Natur, Sport, Musik, soziale Kontakte
  8. Achtsamkeitsübungen, Yoga, Atemübungen, Fantasiereisen, Meditation, uvm.

 

Ziel ist, raus aus dem System, wo etwas nicht mehr rund läuft, und zum Beispiel folgenden Aktivitäten nachgehen: Sport, Spazieren, Massagen, Sauna, Musik hören, Musik machen, ein Buch lesen, Schreiben, Freunde treffen, uvm. Gewisse eignen sich sogar, um sich mit seinem Thema zu beschäftigen, wie zum Beispiel beim Joggen oder Spazieren, oder auch beim Austausch mit Freunden, um andere Ansichten und Wahrnehmungen abzuholen und zu diskutieren. Aber es kann auch förderlich sein, sich solchen Aktivitäten zu widmen, um Abstand zu gewinnen und den Kopf zu leeren.

Stress und Leistungsdruck ist immer eine individuelle Angelegenheit und kann nicht verallgemeinert werden. Indem du dich bewusstwirst, dass du Stress und Leistungsdruck hast und dich damit auseinandersetzt, was für eine Stressreaktion in dir ausgelöst wird und du deinen eigenen Anteil darin erkennst, kannst du in einem nächsten Schritt lernen, eine Veränderung herbeizuführen.

 

Autor: Miriam Singh

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