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Stoffwechselprobleme im Crossfit

Wer einmal in einer Crossfitbox trainiert hat weiss, es ist laut, macht Spass, ist kompetitiv und man kann sich richtig auspowern. Die Begeisterung für den Sport ist deshalb bei vielen riesig und es wird auch im Breitensport oft über 5mal die Woche intensiv trainiert. Auf der einen Seite super und du kannst dadurch fitter denn je werden. Auf der anderen Seite bringt es aber auch Risiken mit sich die man berücksichtigen sollte. Bei der Betreuung von Crossfitterinnen und Crossfitter sehen wir nämlich oft ähnliche Engpässe im Stoffwechsel.

Hat man ein gutes Gespür für den Körper wird durch die Trainingshäufigkeit automatisch die Intensität reduziert. Dies hat zur Folge, dass der Stoffwechsel längerfristig dem eines Ausdauersportlers gleicht. Die Grundlagenausdauer ist sehr gut, aber die Säuretoleranz und somit die Leistungsfähigkeit im hochintensiven Bereich abhandengekommen. So wird es dann auch im Training wahrgenommen, bei hoher Intensität bricht man ein und kann nicht mehr richtig «beissen». Zusätzliche reagiert das Immunsystem durch die ungenügende Säuretoleranz schneller, was mit Verdauungsproblemen oder einem schlechten Hautbild einher gehen kann.

Ist das Gefühl für den eigenen Körper weniger gut, ist klar was passiert. In jedem Training wird Vollgas trainiert, der Körper muss einfach leisten und wird so mehr und mehr ausgezerrt. In den Messungen sehen wir diese Überbelastung an verschiedenen Parametern. Spürbar ist ein solches «Übertraining» natürlich auch. Eine generelle Müdigkeit herrscht, die Schlafqualität ist schlecht, in der Früh hat man Mühe in die Gänge zu kommen, die Motivation nimmt ab und das Training wird zu einem «Müssen».

Um diese Probleme zu verhindern, längerfristig Spass am Sport zu behalten und die Leistungsfähigkeit zu steigern solltest du folgende Punkte berücksichtigen.

  • Ganz wichtig ist die Trainingssteuerung. Dein Trainingsumfang und -intensität sind im Optimalfall auf deine individuelle Fitness und auf deinen Alltagsstress abgestimmt.
  • Wer viel von seinem Körper verlangt muss ihm auch das nötige Benzin geben. Die Ernährung sollte auf deine Belastung (Training & Alltag) angepasst werden.
  • Je mehr trainiert wird, desto bedeutender ist die Regeneration. Ein Cooldown nach intensiven Einheiten und regelmässige Spaziergänge sind zu empfehlen. Zusätzlich helfen kurze Pausen im Arbeitsalltag, Massagen, Saunagänge, autogenes Training o.Ä.
  • Zu berücksichtigen gilt es auch deinen Alltagsstress. Ist dieser aus irgendwelchen Gründen deutlich erhöht muss das Training entsprechend angepasst werden.

 

Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen und wünsche viel Spass beim nächsten Workout!

Nilan

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