PMS

PMS – Beschwerden & Tipps

Für viele Frauen sind die Tage vor der Menstruation mit Beschwerden des Prämenstruellen Syndrom (PMS) verbunden. Nicht selten wird mir in den Beratungen mitgeteilt, dass es fast unmöglich sei in dieser Phase intensiv zu trainieren und die Ernährung nach Plan umzusetzen. In folgendem Blog werde ich Ursachen für häufig vorkommende Probleme aufzeigen und vor allem auch Lösungen mitgeben, um diese Beschwerden zu lindern.

Ursachen für schmerzhafte Krämpfe ist das Zusammenziehen der Gebärmutter. Dadurch wird die Gebärmutterschleimhaut gelöst und ausgestossen. Dieser Prozess wird durch die Freisetzung von Prostaglandinen (Gewebshormonen) angetrieben, welche für die Schmerzen mitverantwortlich sind. Lösung: 5-7 Tage vor der Periode 250mg Magnesium, 1g Omega-3 Fettsäuren und 100mg Aspirin Cardio täglich supplementieren. Aspirin hemmt die Biosynthese der Prostaglandine. Magnesium tut dies ebenfalls und wirkt zudem gefässerweiternd, was die Gebärmuttermuskulatur erschlaffen lässt. Und die Omega 3 Fettsäuren werden für die Produktion von entzündungshemmenden Hormonen herangezogen.

Werden vom Körper zu viele Prostaglandine produziert kommt es oft zu Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Blähungen. Lösung: Auch hier kann Magnesium und Aspirin wie bereits beschrieben supplementiert werden, um die Produktion von Prostaglandinen zu unterdrücken.

Kopfschmerzen werden durch eine Blutdruckveränderung und die plötzliche Erweiterung und Verengung Ihrer Blutgefäße verursacht. Dies geschieht, weil Östrogen und Progesteron kurz vor dem Eintreten der Blutungen sinken. Lösung: Viel Wasser trinken und Stickstoff-reiche Lebensmittel wie rote Beete, Granatapfel, Wassermelone und Spinat essen. Durch den Stickstoff bleiben die Gefässe entspannt und die Blutdruckschwankungen werden verringert.

Mitursache für Wassereinlagerungen und unreine Haut sind Eiweissmängel. Vor der Menstruation kommt es öfters dazu, weil der Körper in dieser Phase schlecht auf die Kohlenhydratspeicher in der Leber zurückgreifen kann. Ist der Stress oder die Belastung in dieser Phase hoch und es werden parallel dazu nicht genügend Kohlenhydrate zugeführt muss der Körper Eiweisse als Energiequelle heranziehen. Lösung: Baue Zwischenmahlzeiten ein die Kohlenhydrate enthalten und achte auf deine Versorgung um den Sport. (Mehr dazu im Artikel Heisshunger vor der Menstruation)

Ich bin mir sicher, dass du durch das Anwenden der Tipps leichter durch diese Tage kommst. Wichtig bleibt immer auf deinen Körper zu hören. Signalisiert er dir, dass du nicht intensiv trainieren sollst dann baue Grundlageneinheiten ein, arbeite an deiner Technik und spare deine Energie für die Folgewoche. Bei ambitionierten Sportlerinnen, die unter diesen Symptomen leiden sollte der Zyklus in der Trainingssteuerung stets berücksichtigt werden. Dies nimmt Druck und sorgt für eine optimale Leistungsentwicklung.

Nilan

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